Falsche Druckeinstellungen kosten Sie viel Geld. Mit
folgenden Tipps sparen Sie teure Tinte, Papier,
Strom und Nerven. Zudem erfahren Sie, wie Sie
Probleme mit Laserdruckern lösen, Ihre Druckkosten
im Griff haben und trotz Leerstandsmeldung
weiterdrucken.
Ausgetrocknete Tinte
Wenn Sie Ihren Tintenstrahldrucker lange Zeit nicht
benutzen, kann die Tinte austrocknen. Verwenden Sie
in diesem Fall nicht die Selbstreinigungsfunktion
des Geräts. Diese verschwendet die Tinte. Nehmen Sie
die Patronen stattdessen heraus und legen Sie diese
für eine halbe Stunde in warmes Wasser. Trocknen Sie
die Tintenkartuschen danach mit einem
Papiertaschentuch ab und montieren Sie diese wieder
im Drucker.
Extra-Spar-Tipp: Haben Sie den Drucker an einer
Stromleiste mit Kippschalter angeschlossen, sollten
Sie das Gerät nicht direkt darüber ausschalten. Denn
die Patrone kann nicht mehr in die Ausgangsposition
zurückfahren und trocknet schneller aus.
Fotobücher
Gedruckte Fotobücher sind ein schönes und
persönliches Geschenk. Laden Sie Ihre schönsten
Aufnahmen bei einem Online-Fotodienst wie
beispielsweise
Photokasten.de hoch und stellen Sie damit Ihr
eigenes gedrucktes Fotoalbum zusammen.
CD-Cover
Es gibt Drucker, die CDs und DVDs direkt
beschriften. Besitzen Sie ein solches Gerät, müssen
Sie spezielle bedruckbare Scheiben kaufen. Diese
haben meist eine weiße, matte Oberfläche und sind
entsprechend gekennzeichnet. Unterstützt Ihr Drucker
diese Funktion nicht, kaufen Sie einen Bogen
Spezialetiketten für CD-Rohlinge. Diese sind im
Fachhandel erhältlich.
Für passgenaues Aufkleben ist zudem eine
Zentrierhilfe empfehlenswert. Der Kauf dieses Geräts
lohnt sich aber nur, wenn Sie oft CDs oder DVDs
bedrucken. Brennen Sie besonders wichtige Daten auf
einen Rohling, raten wir Ihnen von Etiketten ab,
weil der Leim den Rohling angreifen kann. Nehmen Sie
besser einen Filzstift zum Beschriften oder drucken
Sie eine Einlage für die Plastikhülle.
Dateiformat
Wer seine Dokumente weitergibt, sollte immer ein
weit unterstütztes Dateiformat wählen.
Empfehlenswert ist zum Beispiel PDF. Dokumente in
diesem Format sehen auf jedem PC und System gleich
aus.
Es gibt zahlreiche Gratis-Tools wie
beispielsweise FreePDF XP, mit denen Sie PDFs aus
beliebigen Anwendungen erstellen.
Für viele dieser Tools benötigen Sie zusätzlich die
kostenlose Software
Ghostscript. FreePDF XP und Konsorten nisten
sich nach der Installation als neuer Drucker in
Ihrem System ein. Wählen Sie diesen in einem
beliebigen Programm über Datei/Drucken aus. Per
Klick auf Drucken/Ablegen, finden Sie das PDF im
gewählten Verzeichnis.
Energie sparen
Ein Laserdrucker verbraucht im Betrieb
durchschnittlich 600 Watt. Dieser Wert lässt sich
nicht verringern. Anders ist es, wenn Sie den
Drucker nicht benutzen: Schalten Sie in diesem Fall
das Gerät immer komplett aus. Verwenden Sie dazu den
Kippschalter auf der Rückseite des Druckers und
nicht den Ausschaltknopf auf der Vorderseite. Dieser
schickt Ihren Printer nur in den Schlafmodus. Dabei
verbraten die meisten Geräte immer noch bis zu 5
Watt. Wenn kein Kippschalter vorhanden ist, schalten
Sie den Drucker in den Stand-by-Modus und ziehen ihn
danach vom Strom ab oder verwenden eine Stromleiste
mit Schalter.
Tipp: Messen Sie den Stromverbrauch Ihres Druckers
im Standby- oder Sleepmodus mit einem
Energie-/Stromkostenmessgerät.
Falschpixel
Als Falschpixel bzw. Satellitenpixel werden kleine
Tinten- oder Tonerpartikel bezeichnet, die neben dem
eigentlichen Buchstaben gedruckt werden. Wollen Sie
diese unschönen Druckfehler vermeiden, wählen Sie im
Druckdialog unter Datei/Drucken/Eigenschaften die
höchste Druckqualität. Diese heißt bei den meisten
Herstellern "Fein" oder "Superfein". Dadurch wird
aber wesentlich mehr Tinte verbraucht. Verwenden Sie
die Funktion also nur für wichtige Ausdrucke, deren
Qualität perfekt sein muss.
Grafiken
Bei einer Word-Datei mit vielen Grafiken lassen sich
Platzhalter anstelle der Bilder ausgeben. So sparen
Sie Tinte. Gehen Sie in Word zu
Extras/Optionen/Ansicht und setzen Sie ein Häkchen
vor "Platzhalter für Grafiken ". Es werden alle
Bilder durch ein weißes Quadrat mit schwarzem Rahmen
ersetzt. Wollen Sie die Grafiken wieder drucken,
löschen Sie das Häkchen.
Patronen bis zum letzten Tropfen ausnutzen
Obschon Ihr Tintendrucker nach einer neuen Patrone
verlangt, ist die alte meistens noch gar nicht leer.
Bei den fünf größten Herstellern waren bei einem
Redaktionstest trotz Leermeldung immer noch 15 bis
32 Prozent Resttinte in der Patrone. Der Schnitt
betrug 22 Prozent. Das ist mehr als ein Fünftel der
ganzen Füllmenge. So drucken Sie dennoch weiter:
Nehmen Sie die Patrone aus dem Drucker und schütteln
Sie diese vorsichtig. Das verteilt die Tinte im
Behälter. Erfahrungsgemäß können Sie anschließend
noch viele Seiten ausdrucken.
Individueller Druck
Standardmäßig drucken viele Geräte in der besten
Qualität. Das ist nicht nötig: Für einfache,
schnelle Ausdrucke genügt der Entwurfsmodus. Passen
Sie die Druckqualität Ihren individuellen
Bedürfnissen an. Öffnen Sie dazu die Systemsteuerung
von Windows und gehen Sie zu Drucker und Faxgeräte.
Klicken Sie mit Rechts auf den Gerätenamen; wählen
Sie Druckeinstellungen. Verändern Sie nun die
Einstellungen so, dass Sie Ihren Druckgewohnheiten
entsprechen. Bestätigen Sie mit OK.
JPEG
Für einen qualitativ guten Fotodruck sind
hochaufgelöste Bilder die wichtigste Voraussetzung.
Schießen Sie Ihre Fotos deshalb immer in der
bestmöglichen Auflösung. Verwenden Sie fürs Drucken
sehr gutes Fotopapier, am besten vom
Gerätehersteller. Wählen Sie im Druckmenü das
richtige Papier aus, damit der Drucker weiß, womit
er es zu tun hat. Aktivieren Sie die Option "Randlos
" und entscheiden Sie sich für die beste
Druckqualität.
Tipp: Farb-Lasergeräte benötigen für den Fotodruck
spezielles Fotopapier. Drucken Sie häufig Bilder,
empfehlen wir Ihnen den Gang zu einem Fotolabor.
Grosse Mengen an Fotos lassen sich dort günstiger
drucken als zu Hause.
Laserkartusche
Der Laserdruck ist im Vergleich zum
Tintenstrahldruck günstiger. Das liegt unter anderem
an den Tonerkartuschen, die viel mehr Seiten drucken
als die kleinen Tintenpatronen. Wer mehr als 500
Seiten im Monat ausgibt, fährt deshalb mit einem
Lasergerät deutlich besser. Günstige
Schwarz-Weiß-Laser gibt es bereits für deutlich
unter 100 Euro.
Laserdruckqualität
Wenn bei Ihrem Laserdrucker die Qualität nicht mehr
stimmt, lassen Sie ihn eine Testseite ausdrucken.
Jedes Gerät bietet dazu eine Option. Konsultieren
Sie das Handbuch, wenn Sie nicht wissen, wo Sie
diese finden. Wird die Testseite sauber ausgegeben,
liegt das Problem wahrscheinlich an der Verbindung
zum Rechner. Prüfen Sie das Anschlusskabel. Hilft
das nichts, installieren Sie den Druckertreiber neu.
Ist die Testseite ebenfalls fehlerhaft, liegt das
Problem beim Gerät. Nehmen Sie in einem solchen Fall
den Toner heraus und entfernen Sie allfällige
Staubpartikel. Prüfen Sie, ob kein Papier stecken
geblieben ist. Hilft das nichts, versuchen Sie es
mit der Selbstreinigungsfunktion, bevor Sie das
Gerät in die Reparatur geben.
Mehrere Seiten
Drucken Sie mehrere Seiten auf einem Blatt aus, um
Papier zu sparen. Diese Funktion unterstützen die
meisten Drucker. Gehen Sie dazu via
Datei/Drucken/Eigenschaften ins Druckmenü und wählen
Sie im Reiter Fertigstellung (oder ähnlich) die
gewünschte Anzahl Seiten pro Blatt. Ist dies bei
Ihrem Drucker nicht möglich, hilft eine Software wie
FreePDF XP. Sie bietet im Reiter Layout die
entsprechende Option.
Notizen drucken
Drucken Sie oft PowerPoint-Präsentationen, sollten
Sie die speziellen Druckfunktionen des Programms
nutzen. Es lassen sich bis zu neun Folien auf eine
Seite drucken – inklusive Linien für Notizen. Das
ist nützlich, wenn Sie bei einem Vortrag Handzettel
verteilen. Wählen Sie Datei/Drucken/Handzettel sowie
drei Folien pro Seite. Wollen Sie nur Ihre Notizen
zur Präsentation ausdrucken, wählen Sie stattdessen
Notizenseiten.
Ohne Farbe drucken
Um ein Dokument ohne Farbe aufs Papier zu bringen,
suchen Sie im Druckmenü nach einer Option wie
Schwarzweiß, Graustufen oder ähnlich. Die
Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Gerät und
verstecken sich hinter Reitern wie Qualität.
Gleichzeitig können Sie im Druckmenü den
Entwurfsmodus wählen, um noch mehr Tinte zu sparen.
Patronen
Die Originaltinte der Hersteller kostet viel mehr
als solche von Drittherstellern. Letztere erreicht
zwar oft nicht die Qualität der Originalpatronen,
genügt aber für normale Ausdrucke allemal.
Drittpatronen verkaufen unter anderem
www.pelikan.de,
www.printer.de oder
www.pearl.de.
Quittung
Möchten Sie einen genauen Überblick über die Anzahl
der gedruckten Seiten und die Kosten haben, sollten
Sie PaperCut NG einsetzen. Diese Software ist für
bis zu fünf Anwender gratis.
Laden Sie das Programm herunter. Die
Installation dauert einige Minuten, folgen Sie
einfach den Anweisungen. Sobald der Vorgang
abgeschlossen ist, führen Sie den erforderlichen
PC-Neustart durch.
Öffnen Sie jetzt über Start/Programme/PaperCut NG
die Verknüpfung Anmeldung als Administrator. In
Ihrem Webbrowser erscheint der
Konfigurationsassistent. Geben Sie als Erstes ein
Passwort ein. Dieses brauchen Sie später für den
Zugang, merken Sie es sich also gut. Überspringen
Sie den nächsten Schritt per Weiter und geben Sie
danach die Druckkosten an. Für ein Lasergerät
empfehlen wir den Durchschnittswert von 2,6 Cent;
bei einem Tintenstrahldrucker wählen Sie 5,3 Cent.
Im nächsten Schritt können Sie ein Maximalguthaben
eingeben, das nicht überschritten werden darf.
Belassen Sie diesen Wert auf 0 und entfernen Sie das
Häkchen bei "Zugriff verweigern, wenn Benutzer das
Guthaben aufgebraucht haben ". Fahren Sie per Weiter
fort. Aktivieren Sie im Fenster
"Benutzer-/Gruppenabgleich " die Option "Eine
Untermenge von Benutzern importieren ". Im
Ausklappmenü wählen Sie Benutzer und schließen per
Weiter/Fertigstellen ab. Das Fenster "Erster
Benutzerimport " erscheint. Klicken Sie dieses per
Schließen weg, sobald der Import erledigt ist. Im
Webbrowser sollte der Hinweis "Installation beendet
" erscheinen. Via Anmeldung gelangen Sie zum
Hauptfenster von PaperCut NG. Dort haben Sie alle
Druckaufträge immer im Überblick.
Randlos
Jeder moderne Fotodrucker unterstützt den randlosen
Druck bis zur A4-Grösse. Ist das bei Ihrem Gerät
nicht der Fall, hilft auch keine Software weiter.
Wenn Sie oft Fotos drucken, sollten Sie den Kauf
eines modernen Fotodruckers in Betracht ziehen. Eine
gute Alternative sind professionelle Fotolabors.
Screenshot drucken
Um ein Bildschirmfoto zu drucken, müssen Sie dieses
nicht zuerst zwischenspeichern. Laden Sie das Tool
Hardcopy herunter und installieren Sie dieses.
Es erscheint in allen Programmen ein grünes
Drucksymbol in der rechten oberen Ecke. Wenn Sie auf
dieses klicken, wird das angezeigte Fenster
gedruckt.
Text markieren
Möchten Sie nicht das ganze Dokument ausdrucken,
markieren Sie den gewünschten Text mit der Maus und
wählen im Druckmenü die Option "Markierung ". Jetzt
wird nur der Textausschnitt gedruckt, den Sie
möchten. Das funktioniert in allen Programmen.
Unterwegs
Auch unterwegs lässt es sich gut drucken. Portable
Minidrucker passen in jedes Gepäck und können
teilweise sogar im Akkubetrieb am Strand verwendet
werden. So drucken Sie Ihre Postkarten gleich
selbst.
Verschiedene Formate
Wenn der Drucker Probleme macht, ist möglicherweise
ein falsches Papierformat schuld. Kontrollieren Sie
zuerst in der Anwendung (z.B. in Word) unter
Datei/Seite einrichten/ Format, ob das richtige
Papierformat eingestellt ist. Wenn alles stimmt,
gehen Sie in der Systemsteuerung von Windows zu
Drucker und Faxgeräte und prüfen mit einem
Rechtsklick die Druckeinstellungen. Ist auch hier
das korrekte Papierformat gewählt, muss der Fehler
beim Gerät liegen. Korrigieren Sie mit den Knöpfen
am Drucker das Papierformat.
Webseiten drucken
Webseiten werden nicht immer wie gewünscht
ausgedruckt. Oft landet auch eine Seite mit wenig
oder sinnlosem Inhalt im Papierfach. Auf vielen
Webseiten finden Sie deshalb einen Link wie Drucken
oder Artikel drucken. Er bereitet den Seiteninhalt
druckgerecht auf.
Fehlt diese Funktion, sollten Sie die Druckvorschau
des Browsers verwenden: Im Internet Explorer finden
Sie diese mit dem Pfeil neben dem Drucksymbol. In
Firefox steckt sie unter Datei/Druckvorschau. Dort
sehen Sie, wie viele Seiten im Papierfach landen und
können danach im Druckmenü die richtigen wählen.
XPS
Die XML Paper Specification (XPS) ist ein
Konkurrenzprodukt zum wesentlich bekannteren
PDF-Format. XPS wurde von Microsoft entwickelt.
Standardmäßig wird es seit Vista unterstützt. Sie
können auf jedem Vista-PC XPS-Dokumente via
Datei/Drucken erstellen.
YMCK
Viele Drucker verwenden die vier Farben Yellow,
Magenta, Cyan und Key (Gelb, Rot, Blau, Schwarz).
Die hellste Farbe wird zuerst aufgetragen, deshalb
der Name YMCK. In der Drucktechnik sagt man auch oft
CMYK. Achten Sie beim Kauf von Tintenstrahldruckern
darauf, dass für jede der vier Farben ein separater
Tank vorhanden ist. So sparen Sie Tinte und Geld.
Monitore nutzen übrigens nur die drei Farben Rot,
Grün und Blau (RGB). Darum unterscheidet sich der
Ausdruck vom Monitorbild.
Zweiseitendruck
Teure Drucker unterstützen die automatische
Duplex-Funktion, also das beidseitige Bedrucken von
Papier. Bei günstigen Geräten ist dazu ein wenig
Handarbeit notwendig: Geben Sie zuerst alle
ungeraden Seiten aus, indem Sie die entsprechende
Option im Druckmenü wählen. Legen Sie anschließend
den gesamten Papierstapel verkehrt herum in den
Drucker und geben Sie alle geraden Seiten aus.